Spiegelseele

Über das Leben einer multiplen Persönlichkeit (kontakt.spiegelseele@gmail.com)
Samstag, 22. August 2015
Das Leben IST ein Ponyhof!
Wer hat eigentlich behauptet das Leben auf einem Ponyhof sei immer nur entspannt und schön?
Ganz im Gegenteil! Nachdem wir nun eine Woche lang alleine den Reitstall betreut haben (Pferde füttern, Pferde rein, Pferde raus, sauber machen etc) sind wir zu der Meinung gekommen, dass das Leben sehr wohl ein Ponyhof ist!
Einsteller, die sich trotz ihres fortgeschrittenen Alters aufführen wie im Kindergarten, so dass selbst RTL mit ein paar versteckten Videokameras Millionen zahlen würde um dies ausstrahlen zu dürfen.
Ein Beispiel: Person A und Person B hatten eine wie-auch-immer-geartete beziehung. Diese endete dann vor über einem halben Jahr. Nun füttert Person A die neu zum Hof dazugehörige Katze. Als Person B dies mitbekommt, schmeißt sie das Futter, welches Person A in den Napf gefüllt hatte weg, nur um dann die selbe menge von dem selben Futter noch einmal hinein zu machen.
Oder Person X und Person Y sind ein Paar, die sich gemeinsam ein Pferd leisten. Wie alle anderen auch sind sie voll berufstätig, komischerweise aber die einzigen die nicht ein einziges Mal in all den Jahren bereit waren am Wochenende auch morgens um neun schon auf den Hof zu kommen um an gemeinsamen Aktionen (Weiden säubern, Laub harken mit gemeinsamen Frühstück, usw) teilzunehmen - mit der Begründung es seien ja die einzigen beiden Tage an denen sie sich auch einmal ausruhen könnten. An sich ja okay, wenn sie das ganze nicht so betonen würden, als ob sie mit psychisch kranken oder Kleinkindern sprechen würden. Dazu kommt das eben diese Personen es paradoxer weise schaffen grundsätzlich immer bis stallschluss oder auch gerne nach stallschluss dort zu bleiben.
Nun ja... Alles wird ja irgendwo seinen Ursprung haben... Nicht wahr?!

Bis bald mal wieder
~mad psychologists

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Donnerstag, 20. August 2015
Zurück zur "Normalität"
Ich muss mich wohl langsam wieder daran gewöhnen, dass meine Realität nach außen hin nicht existent ist.
Mein Umfeld - die Truppenmitglieder - gibt es in der Schulzeit nicht. Sie sind eine Person.
Es gibt nur den einen, richtigen Namen.
Ich muss im Singular bleiben.
Sie sind allesamt meine Freundin. Selbst wenn sie mich Mama nennen.
Singular. Einzahl.
Nicht mehr viele.
Nur eine.

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Samstag, 15. August 2015
Gewitter
Weltuntergangsstimmung. Ein mächtiges Gewitter.
Es ist noch nicht ganz bei uns, aber nicht mehr weit weg.
Der Donner grollt durchgehend, ohne erkennbaren Anfang und Ende. Die Blitze - mal grellweiß, mal gelblich, mal eher rot - erhellen den ganzen Himmel in Sekundenabständen, ohne das man sie orten könnte.
Das Gewitter scheint von überall zu kommen.
Der Regen, der hier sonst häufiger ist als den meisten recht ist, bleibt an diesem Abend aus.
Die Luft fühlt sich geladen an, sie ist staubig, obwohl es windstill ist.
Der Himmel ist immer wieder hell von Blitzen, doch der Donner ist nicht mehr als ein Hintergrundgeräusch, leise grollend.
Es ist Nacht.
Weltuntergangsstimmung.
Es fühlt sich an als würde jeden Moment etwas passieren.

Erst knapp eine Stunde nach den ersten Vorboten ist das Gewitter da. Direkt über uns.
Regen und Sturm holen uns aus der abwartenden Starre, in die uns die Stimmung des Gewitters versetzt hat.
Einige Truppenmitglieder haben panische Angst vor Gewittern, die sich jetzt zeigt. So heftig, wie ich es zuvor noch nicht erlebt habe.
Gegen Ende des Gewitters bricht ihr Kreislauf zusammen, sie haben Fieber, ihr Energielevel geht gegen Null.
Ich hasse Gewitter.

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Sonntag, 9. August 2015
Angriff der Frühstückseier
Nichtsahnend genießen wir unseren Urlaub bei wunderschönen Wetter...
Bis wir auf die Idee kommen, Ei zum Frühstück zu essen. Kaum ist dies ausgesprochen verdunkelt sich der Himmel und es beginnt... Zu schütten.
Wir lassen uns von unserem Plan nicht abbringen und kochen sie dennoch.
Das sechsminütig gekochte Ei ergießt sich glibbrig und blubbernd über den Tisch, nachdem es um jedes Stück Schale gekämpft hatte...
Es springt mich mit lautem Kampfgeschrei an während es sich auf seine dreifache Größe ausdehnt.
Es ist völlig klar:
Die Frühstückseier wollen die Weltherrschaft!
Als ich dies feststelle verbündet sich der Matilde-Kakao mit dem Ei und fällt die Truppe an.

Dies ist also der wahre Grund, weshalb wir den Urlaub frühzeitig abgebrochen haben - und nicht etwa (wie schmählich unterstellt) das Wetter.
Wie dem auch sei:
Wir sind wieder da!

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Donnerstag, 30. Juli 2015
Rabatzz
Morgen gegen wir mit meiner kleinen Schwester ins Rabatzz, einem riesigen Indoor-Spielplatz...
Die Truppe war sofort hellauf begeistert...
Nun frag ich mich wie ich die Kinder da morgen wieder raus kriegen soll...
Hab Grad schon gesagt bekommen, dass das schließlich "meine" Kinder sind, also auch meine Aufgabe...
Naja, Hauptsache sie haben Spaß!

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Montag, 27. Juli 2015
Geburtstag in Sicht
In 2 Stunden beginnt unser Geburtstag ...
Wir werden uns mit unseren Eltern in Niebüll treffen... Die Eltern sind gestern nach Dänemark gefahren und wir sind jetzt mit Lia alleine in unserer Wohnung in Hamburg. Morgen gehen wir dann essen. Gleich zwei mal. Erst mit den Eltern und abends noch in unserem Lieblingscafé.
Wir freuen uns schon und hoffen dass Sarah da sein wird...

Liebe Grüße :-)

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Mittwoch, 22. Juli 2015
Umgang mit Tätern im Umfeld
Mein Bruder kommt.
Freitag.
Vor gar nicht so langer Zeit hätte ich mich auf ihn gefreut. Jetzt will ich nicht, dass er kommt.
Weiß nicht, wie ich mit ihm umgehen soll.
Es gab einige Missbrauchssituationen, von ihm ausgehend, gegen die Truppe.
Gerichtet gegen ein bestimmtes Truppenmitglied.
Gegenüber dem er sich im Recht glaubte und es vielleicht immernoch tut.
Wie macht man jemandem klar, das er das eben nicht war?
Dass er Grenzen überschritten hat von denen er WUSSTE das sie da sind, die man nicht einfach so überschreitet, in so kurzer Zeit, schon gar nicht und AUF KEINEN FALL wenn man weiß, dass eine Missbrauchsvorgeschichte besteht, noch dazu so eine? Mehrmals.
Wenn er sie nicht gesehen hat oder nicht sehen wollte?
Wie geht man mit ihm um?

Ignorieren? Kastrieren?

Erklären und ihm damit noch mehr Macht zugestehn? Bzw wieder.
Das nicht, das ist ausgeschlossen, das haben wir zunächst versucht.
Ignorieren, damit niemand etwas mitbekommt, man nicht erklären muss, denn er würde die DIS aufdecken, um sich zu schützen. Und das würde ihm Macht verleihen die wir nicht bereit sind ihm zuzugestehen. Und ihm damit die Illusion lassen, es sei nichts passiert. Alles wieder gut. Heile Welt.
Kastrieren...so schön das klingt, wäre zu blutig, auch dann, wenn man es auf verbale Ebene eindämmen würde. Denn auch das müssten wir erklären.
Was ihm wiederrum Macht geben würde.
Und er wäre wieder der, als der er sich eh schon sieht. Das arme Schwein, dass nur verzeihbare Fehler begangen sich aber stehts bemüht hat.

Wie also dann?
Vorschläge?

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Montag, 20. Juli 2015
Geburtstag...
In genau einer Woche ist es mal wieder so weit... Wir haben Geburtstag... Ich meine damit nicht den Geburtstag einzelner von uns, sondern den Geburtstag des Körpers.
Wäre ja an sich okay, nur interessiert es dieses Jahr niemanden... Die Eltern fahren vorher weg, unsere Freunde haben noch nie gratuliert, das wird sich wohl auch dieses Jahr nicht ändern, und viele wissen nicht mal dass unser Geburtstag nächste Woche ist... Von daher wird es vermutlich ein sehr langweiliger Tag den wir nur mit Lia "zu zweit" verbringen...
Juhu.......

~mad psychologists

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Sonntag, 19. Juli 2015
Kulturbegeisterte Walldorf-Lehrerinnen
Heyy ihr Lieben!

Wir waren heute auf einem Sommerfest bei Bekannten auf einem Bauernhof.
Im Laufe dessen kamen wir auch in den Genuss eines so genannten "Kulturprogrammes", das die Gastgeberin - ihres Zeichens Walldorf-Lehrerin - mit der bereitwilligen Unterstützung einiger anderer (größtenteils Kollegen) startete.
Froh gesinnt packten diese also zunächst verschiedene Flöten aus und begannen zu musizieren.
Leider nicht so gekonnt wie erhofft, dennoch durch nichts zu bremsen und absolut gut gelaunt.
Der Nachmittag schritt fort und die kulturbewussten Musikannten wurden weiterhin verstärkt, zb durch verschiedene Akkordeons (was für ein Scheißwort) und später sogar einen Dudelsack und Volkstanz.
Zudem verteilten sie frohgemut Rhythmusinstrumente und Liedtexte an überrumpelte Zuschauer/innen um sie am Prozess des gemeinsamen Musizierens teilhaben zu lassen.
Oder so.
Soweit so gut.
Einige dieser Musiker beherrschten ihre Instrumente auch recht gut, einiges klang sogar ziemlich toll, der Rest... Quietschte. Recht schräg.
Ziemlich durcheinander.
Aber dafür begeistert.

Die Truppenmitglieder reagierten verschieden, vom peinlich berührten Blicksenken über unterdrücktes Lachen oder ungläubig-schockierte Kommentare/Blicke bis zum fluchtartiges Verlassen des beschallten Raumes.
Lustig mit anzusehen.

Ich hatte das Gefühl, dass sie heut mehr geswitched sind als sonst, aber ob das stimmt kann ich nicht sagen.
Ich würde es aber weniger auf das große kulturelle Interesse innerhalb der Truppe zurückführen (obwohl an diesen Konzerten sicher jeder live teilbehmen wollte, nicht wahr? :P), sonder eher auf die ungewohnte Umgebung und die für unsere Verhältnisse vielen fremden Menschen.

Soweit erstmal für heute...
Lia Mi

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Montag, 13. Juli 2015
Autofahrt
Das Getropfe vom Regen
Das Gebrumme vom Motor
Das Gejaule vom Radio
Sekunde um Sekunde, Minute um Minute...
Wertvolle Lebenszeit vergeudet im Auto. Sitzen, atmen. Den Gestank einatmen. Neben dem stinkenden Vater sitzen. Der beißende Gestank der Zigaretten langsam die Lunge verätzend, quälend, schmerzhaft weiter Leben, Schlag für Schlag dem Lebensende entgegen, kämpfend.

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