Montag, 18. April 2016
Kleine Schwester
lia mi, 23:46h
Ich habe noch genau drei Tage meine Schwester zu hause.
Dann geht sie in die Klinik.
Und anschließend in eine Einrichtung für belastete Kinder und Jugendliche.
Das ist doch scheiße. Sie ist doch erst elf.
Warum kriegen wir es nicht hin?
Wann ist sie untergegangen?
Was hätten wir tun können?
Dann geht sie in die Klinik.
Und anschließend in eine Einrichtung für belastete Kinder und Jugendliche.
Das ist doch scheiße. Sie ist doch erst elf.
Warum kriegen wir es nicht hin?
Wann ist sie untergegangen?
Was hätten wir tun können?
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many-minds-inside,
Dienstag, 19. April 2016, 02:56
Hallo Lia.
Das ist total schwer auszuhalten alles, und total schlimm. Die Frage nach dem Warum zu stellen, ist zwar total normal und verständlich, aber sie führt meist zu nichts außer Selbstvorwürfen. Und die musst du dir nicht machen. Du kennst unsere Meinung zu dem Thema. Aber selbst wenn DER nichts damit zu tun hat und ihre Probleme irgendeinen Zusammenhang mit ihrem täglichen Leben und Erfahrungen als Kind zu tun haben, war es erstens weder deine Absicht, oder die deiner Mutter, deiner Schwester zu schaden, und zweitens tut ihr als Familie alles dafür, ihr zu helfen. Jetzt ist es die Aufgabe der Therapeuten, einen möglichen Auslöser festzustellen, und - noch wichtiger - ihr zu helfen, ihre Probleme zu bewältigen und es ihr zu ermöglichen, möglichst "normal" leben zu können.
Du bist ihre Schwester und kannst ihr helfen und für sie da sein, wenn sie es braucht und fordert. Und das ist viel, was du da tust! Wir hatten nie eine Schwester, die uns gern hatte und uns angenommen hat, wie wir sind, sie hat uns nur gehasst, dabei ist eine Schwester oft sehr wichtig. Du bist gut wie du bist! Mach dich nicht fertig.
Liebe Grüße von uns!
Das ist total schwer auszuhalten alles, und total schlimm. Die Frage nach dem Warum zu stellen, ist zwar total normal und verständlich, aber sie führt meist zu nichts außer Selbstvorwürfen. Und die musst du dir nicht machen. Du kennst unsere Meinung zu dem Thema. Aber selbst wenn DER nichts damit zu tun hat und ihre Probleme irgendeinen Zusammenhang mit ihrem täglichen Leben und Erfahrungen als Kind zu tun haben, war es erstens weder deine Absicht, oder die deiner Mutter, deiner Schwester zu schaden, und zweitens tut ihr als Familie alles dafür, ihr zu helfen. Jetzt ist es die Aufgabe der Therapeuten, einen möglichen Auslöser festzustellen, und - noch wichtiger - ihr zu helfen, ihre Probleme zu bewältigen und es ihr zu ermöglichen, möglichst "normal" leben zu können.
Du bist ihre Schwester und kannst ihr helfen und für sie da sein, wenn sie es braucht und fordert. Und das ist viel, was du da tust! Wir hatten nie eine Schwester, die uns gern hatte und uns angenommen hat, wie wir sind, sie hat uns nur gehasst, dabei ist eine Schwester oft sehr wichtig. Du bist gut wie du bist! Mach dich nicht fertig.
Liebe Grüße von uns!
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lia mi,
Mittwoch, 20. April 2016, 21:18
Oh, noch so ein lieber Kommentar :o
Womit hab ich denn das verdient?
Ihr könnt echt aufbauend sein, danke!
Prinzipiell ist es vermutlich auch egal, woran es liegt und die Hauptsache ist, dass sie die Hilfe bekommt, die sie braucht...
Oder?
Womit hab ich denn das verdient?
Ihr könnt echt aufbauend sein, danke!
Prinzipiell ist es vermutlich auch egal, woran es liegt und die Hauptsache ist, dass sie die Hilfe bekommt, die sie braucht...
Oder?
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many-minds-inside,
Donnerstag, 21. April 2016, 23:15
Womit du das verdient hast? Wir wüssten nicht, warum du das nicht verdient haben solltest. Wir haben dich echt gern und finden dich toll!
Und den Rest unterschreiben wir so! Du hast vollkommen recht! ;-)
Und den Rest unterschreiben wir so! Du hast vollkommen recht! ;-)
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herr klimlof,
Montag, 25. April 2016, 02:45
Ihr hättet nichts tun können. Das müssten eigentlich "wir alle" machen, gesamtgesellschaftlich.
Weniger Bildschirminhalte
weniger Konsum
weniger Hypes
Wegen der Sachen verbringen Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu wenig Zeit mit echten Menschen, was dann gerade hinsichtlich der Kindern mit der Notwendigkeit kollidiert, Geborgenheit zu erzeugen.
Und viele Erwachsene halten "Die Liste" für den Schlüssel zur Geborgenheit.
Auf der Liste stehen Fahrrad, Skateboard, Playse, Dresscode beachten, Urlaub, Klavierunterricht, Sichtungstraining usw usw
Jeder nach seinem Geldbeutel aber immer etwas über Vollzeit. Konnte derlei häufig bei Mitarbeitern beobachten, wo teilweise null Plan hintersteckt "Wieso? Das macht meine Frau... und die haben doch Alles." Und dieses "Alles" bedeutet bei jedem etwas Anderes, was sich jedoch an irgendwelchen Vorgaben zur Normerfüllung orientiert und eher nicht an den tatsächlichen Bedürfnissen. Die überhaupt zu ermitteln, verbietet der Zeitmangel allerdings.
Und auf Elternabenden kann man dann erleben, dass es eigentlich alle gut meinen mit ihrem Nachwuchs, aber nicht einmal dort wird aus diesem Vorsatz irgendwas Sinnvolles. Unter dem Banner "zum Wohle unserer Kinder" werden die verrücktesten Sachen abgestimmt und beschlossen.
Keiner ist Schuld und keiner hat ne Lösung. Deshalb solltest du dich nicht zermürben.
Sich gegenseitig Bücher vorzulesen, ist ein ziemlicher Bringer für das Miteinander.. weniger screen-time, gibst kein Geld aus und dauert lange. Mir hat es immer Spaß gebracht sowohl als Kind/Jugendlicher als auch als Erwachsener.
Keine Ahnung, ob dir das ein Trost ist, aber das soll es von meiner Seite aus sein :-)
Weniger Bildschirminhalte
weniger Konsum
weniger Hypes
Wegen der Sachen verbringen Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu wenig Zeit mit echten Menschen, was dann gerade hinsichtlich der Kindern mit der Notwendigkeit kollidiert, Geborgenheit zu erzeugen.
Und viele Erwachsene halten "Die Liste" für den Schlüssel zur Geborgenheit.
Auf der Liste stehen Fahrrad, Skateboard, Playse, Dresscode beachten, Urlaub, Klavierunterricht, Sichtungstraining usw usw
Jeder nach seinem Geldbeutel aber immer etwas über Vollzeit. Konnte derlei häufig bei Mitarbeitern beobachten, wo teilweise null Plan hintersteckt "Wieso? Das macht meine Frau... und die haben doch Alles." Und dieses "Alles" bedeutet bei jedem etwas Anderes, was sich jedoch an irgendwelchen Vorgaben zur Normerfüllung orientiert und eher nicht an den tatsächlichen Bedürfnissen. Die überhaupt zu ermitteln, verbietet der Zeitmangel allerdings.
Und auf Elternabenden kann man dann erleben, dass es eigentlich alle gut meinen mit ihrem Nachwuchs, aber nicht einmal dort wird aus diesem Vorsatz irgendwas Sinnvolles. Unter dem Banner "zum Wohle unserer Kinder" werden die verrücktesten Sachen abgestimmt und beschlossen.
Keiner ist Schuld und keiner hat ne Lösung. Deshalb solltest du dich nicht zermürben.
Sich gegenseitig Bücher vorzulesen, ist ein ziemlicher Bringer für das Miteinander.. weniger screen-time, gibst kein Geld aus und dauert lange. Mir hat es immer Spaß gebracht sowohl als Kind/Jugendlicher als auch als Erwachsener.
Keine Ahnung, ob dir das ein Trost ist, aber das soll es von meiner Seite aus sein :-)
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lia mi,
Montag, 2. Mai 2016, 16:21
Das wäre ja was, wenns nur an der Liste hinge... Dann wüssten wir jetzt worans liegt :))) Ich glaub sie hat außer nem (gebrauchtem) Fahrrad nichts was auf der Liste steht, die du angefangen hast :D
Bücher vorlesen.ist eine schöne Idee, ab und an machen wir das auch :)
Bücher vorlesen.ist eine schöne Idee, ab und an machen wir das auch :)
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