Donnerstag, 9. Juli 2015
Streit
lia mi, 00:06h
Streit. Ich hasse Streit.
Streit gibt mir das Gefühl wertlos zu sein. Und ich gebe mir immer die Schuld. Ich bin schuldig. An allem.
Ich streite mit fast niemandem. Genau aus dem Grund.
Aber mit einem Mädchen streite ich öfter. Über lächerliche Kleinigkeiten, ich weiß nicht warum, aber wir geraten oft aneinander. Und es berührt mich nicht.
Zumindest ist das gewöhnlich so.
Ich kann ihr ohne schlechtes Gewissen sagen, dass mir ihre Meinung egal ist. Ich kann mir ohne größere Gefühlsregung von ihr anhören, das hässliche Menschen nur mal weniger wertvoll sind, weil es immer Menschen geben wird, die ihre Fähigkeiten haben UND hübsch sind.
Ihre Argumente berühren mich nicht, weil sie aus ihrem Mund nur noch lächerlich klingen.
Letzte Woche haben ich und die Truppe wieder mit ihr gestritten. Diesmal war es etwas anders als sonst, weil es diesesmal über ein kurzes gegenseitiges Angezicke zwischen ihr und mir hinaus ging. Zum einen war auch die Truppe darin verwickelt - und zum anderen hat es dazu geführt, dass mich das, was sie angesprochen hat, tatsächlich beschäftigt. Es lässt mich nicht kalt.
Ich möchte jetzt gar nicht genau schildern worum es ging oder Schuldzuweisungen vornehmen, denn das ist sinnlos.
Ich möchte nur erläutern, was mich beschäftigt.
Denn als sie alleine nicht weiterkam hat sie eine gemeinsame Freindin ins Spiel gebracht. Und zwar, indem sie uns erzählte, diese würde sich mit uns absolut unwohl fühlen.
Warum?
Zum zweiten brachte sie eine Reihe von Dingen vor, die sie selbst stören, und laut ihr auch besagte Freundin.
Zum Beispiel, dass ich der Truppe helfe, wenn sie im Unterricht switchen, unauffällig wieder ins Unterrichtsgeschehen hineinzukommen. Oder dass ich darum gebeten habe, neben ihnen sitzen bleiben zu dürfen, als wir auseinandergesetzt werden sollten, damit ich im Falle eines Triggers/Flashs (falls das vorkommen sollte) eingreifen könnte, um ihnen Sicherheit zu geben und eben um nicht dauernd nervös am gucken zu sein, ob alles in Ordnung und wer gerade draußen ist.
Außerdem fand sie es unglaublich unfair, dass die Truppe das lesen einer Lektüre umgangen ist, die voller versteckter Trigger war. Sie sagt es könne nicht angehen, dass ALLE dieses Buch lesen müssten, egal wie schwer es wäre, nur sie nicht.
Ich weiß nicht, wie ihr das seht, aber ich persönlich finde es schon einen nennenswerten Unterschied ob einem nun Goethes Schreibstiel zu hoch ist oder man schon nach wenigen Zeilen in unschöne Flashs rutscht.
Was mich daran verletzt und beschäftigt ist nicht, dass sie nicht versteht, was multiple Persönlichkeiten sind oder wie das Leben als oder mit Vielen ist, denn das ist kompliziert , und wer das nicht kennt kann es wohl nur schwer nachvollziehen, was mich verletzt, ist ihre Weigerung es ernst zu nehmen.
Sie weiß seit einem Jahr - glaube ich - davon, dass die Truppe viele sind. Und sie ist nicht bereit dazu, es anzunehmen, oder sich auch nur im geringsten damit zu beschäftigen.
Im Gegenteil, sie wirft ihnen vor, ihr nichts anzuvertrauen. Was kann man jemandem mehr anvertrauen, als soetwas?
So, ich musste dazu wohl etwas loswerden , auch wenn es sehr anders ist, als dass was ich ursprünglich schreiben wollte.
Lia Mi
Streit gibt mir das Gefühl wertlos zu sein. Und ich gebe mir immer die Schuld. Ich bin schuldig. An allem.
Ich streite mit fast niemandem. Genau aus dem Grund.
Aber mit einem Mädchen streite ich öfter. Über lächerliche Kleinigkeiten, ich weiß nicht warum, aber wir geraten oft aneinander. Und es berührt mich nicht.
Zumindest ist das gewöhnlich so.
Ich kann ihr ohne schlechtes Gewissen sagen, dass mir ihre Meinung egal ist. Ich kann mir ohne größere Gefühlsregung von ihr anhören, das hässliche Menschen nur mal weniger wertvoll sind, weil es immer Menschen geben wird, die ihre Fähigkeiten haben UND hübsch sind.
Ihre Argumente berühren mich nicht, weil sie aus ihrem Mund nur noch lächerlich klingen.
Letzte Woche haben ich und die Truppe wieder mit ihr gestritten. Diesmal war es etwas anders als sonst, weil es diesesmal über ein kurzes gegenseitiges Angezicke zwischen ihr und mir hinaus ging. Zum einen war auch die Truppe darin verwickelt - und zum anderen hat es dazu geführt, dass mich das, was sie angesprochen hat, tatsächlich beschäftigt. Es lässt mich nicht kalt.
Ich möchte jetzt gar nicht genau schildern worum es ging oder Schuldzuweisungen vornehmen, denn das ist sinnlos.
Ich möchte nur erläutern, was mich beschäftigt.
Denn als sie alleine nicht weiterkam hat sie eine gemeinsame Freindin ins Spiel gebracht. Und zwar, indem sie uns erzählte, diese würde sich mit uns absolut unwohl fühlen.
Warum?
Zum zweiten brachte sie eine Reihe von Dingen vor, die sie selbst stören, und laut ihr auch besagte Freundin.
Zum Beispiel, dass ich der Truppe helfe, wenn sie im Unterricht switchen, unauffällig wieder ins Unterrichtsgeschehen hineinzukommen. Oder dass ich darum gebeten habe, neben ihnen sitzen bleiben zu dürfen, als wir auseinandergesetzt werden sollten, damit ich im Falle eines Triggers/Flashs (falls das vorkommen sollte) eingreifen könnte, um ihnen Sicherheit zu geben und eben um nicht dauernd nervös am gucken zu sein, ob alles in Ordnung und wer gerade draußen ist.
Außerdem fand sie es unglaublich unfair, dass die Truppe das lesen einer Lektüre umgangen ist, die voller versteckter Trigger war. Sie sagt es könne nicht angehen, dass ALLE dieses Buch lesen müssten, egal wie schwer es wäre, nur sie nicht.
Ich weiß nicht, wie ihr das seht, aber ich persönlich finde es schon einen nennenswerten Unterschied ob einem nun Goethes Schreibstiel zu hoch ist oder man schon nach wenigen Zeilen in unschöne Flashs rutscht.
Was mich daran verletzt und beschäftigt ist nicht, dass sie nicht versteht, was multiple Persönlichkeiten sind oder wie das Leben als oder mit Vielen ist, denn das ist kompliziert , und wer das nicht kennt kann es wohl nur schwer nachvollziehen, was mich verletzt, ist ihre Weigerung es ernst zu nehmen.
Sie weiß seit einem Jahr - glaube ich - davon, dass die Truppe viele sind. Und sie ist nicht bereit dazu, es anzunehmen, oder sich auch nur im geringsten damit zu beschäftigen.
Im Gegenteil, sie wirft ihnen vor, ihr nichts anzuvertrauen. Was kann man jemandem mehr anvertrauen, als soetwas?
So, ich musste dazu wohl etwas loswerden , auch wenn es sehr anders ist, als dass was ich ursprünglich schreiben wollte.
Lia Mi
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