Dienstag, 7. Juli 2015
Ein Leben ohne Hass
mad psychologists, 02:22h
*****TRIGGERGEFAHR*****
Ein Leben ohne Hass bei unserer Vorgeschichte scheint kaum vorstellbar. Das war es für uns bis vor kurzem auch. Aber dafür erstmal näheres zu unserer Geschichte:
Im Herbst 2013 begannen wir interessehalber uns mit dem Thema DIS zu beschäftigen. Dabei kamen wir auf das Buch "Aufschrei" von Truddi Chase.
Ca ein halbes Jahr später war klar dass wir auch ein multiples System sind. Nur wir selbst wehrten uns noch dagegen. Wir gingen dann auch zu verschiedenen Psychologen, aber richtig gepasst hat es für uns nie, weshalb wir den Gedanken an eine Therapie schnell wieder verwarfen. Somit standen wir dann alleine vor einem Berg von Erinnerungen, der sich uns mit der Zeit Stück für Stück offenbarte. Die einzige Stütze die wir zu der Zeit hatten war unsere Freundin und Partnerin Saraya.
Wir mussten mit der Zeit schmerzlich herausfinden, dass wir über zwölf Jahre lang fast täglich m*ssbraucht wurden. Bis heute werden wir psychisch m*sshandelt und leben im Täterkreis, jedoch hat sich unsere Situation, trotz eines neu hinzugekommenen Täters und M*ssbrauchssituationen, deutlich verbessert!
Details werden wir jetzt noch nicht schildern. Dafür sind wir noch nicht bereit.
Nun zurück zum Thema Hass.
Bis vor kurzem haben wir, wie die Meisten in dieser oder ähnlichen Situationen, nichts als puren Hass für die Täter oder zumindest die Taten empfunden. Allerdings haben wir vor einiger Zeit gemerkt, was dieser Hass mit uns macht und dass er nur uns selbst kaputt macht, die Täter allerdings stört er nicht im Geringsten.
Wir wissen selbst nicht wie genau wir es so weit geschafft haben, aber in den letzten Monaten haben wir es geschafft unseren gesamten Hass loszulassen. Es ist ein schönes, leichtes Gefühl. Wir haben es geschafft unseren Hass abzulegen und akzeptieren was passiert ist. Ja, wir könnten uns darüber aufregen, wir könnten unsere Gedanken auf die Vergangenheit fixieren. Aber wir können nichts an dem ändern was war. Und es kostet unnötige Kraft sich mit dem aufzuhalten, was passiert ist.
Es ist nicht einfach so weit zu kommen und loslassen zu können. Wir wissen selber nicht, wie wir das geschafft haben! Aber es ist eine Erleichterung!
Wir haben dass Gefühl, endlich wieder atmen zu können und vor allem: wir haben endlich das Gefühl leben zu können und zu spüren, was leben überhaupt heißt! Und es ist wunderbar!
~mad psychologists
Ein Leben ohne Hass bei unserer Vorgeschichte scheint kaum vorstellbar. Das war es für uns bis vor kurzem auch. Aber dafür erstmal näheres zu unserer Geschichte:
Im Herbst 2013 begannen wir interessehalber uns mit dem Thema DIS zu beschäftigen. Dabei kamen wir auf das Buch "Aufschrei" von Truddi Chase.
Ca ein halbes Jahr später war klar dass wir auch ein multiples System sind. Nur wir selbst wehrten uns noch dagegen. Wir gingen dann auch zu verschiedenen Psychologen, aber richtig gepasst hat es für uns nie, weshalb wir den Gedanken an eine Therapie schnell wieder verwarfen. Somit standen wir dann alleine vor einem Berg von Erinnerungen, der sich uns mit der Zeit Stück für Stück offenbarte. Die einzige Stütze die wir zu der Zeit hatten war unsere Freundin und Partnerin Saraya.
Wir mussten mit der Zeit schmerzlich herausfinden, dass wir über zwölf Jahre lang fast täglich m*ssbraucht wurden. Bis heute werden wir psychisch m*sshandelt und leben im Täterkreis, jedoch hat sich unsere Situation, trotz eines neu hinzugekommenen Täters und M*ssbrauchssituationen, deutlich verbessert!
Details werden wir jetzt noch nicht schildern. Dafür sind wir noch nicht bereit.
Nun zurück zum Thema Hass.
Bis vor kurzem haben wir, wie die Meisten in dieser oder ähnlichen Situationen, nichts als puren Hass für die Täter oder zumindest die Taten empfunden. Allerdings haben wir vor einiger Zeit gemerkt, was dieser Hass mit uns macht und dass er nur uns selbst kaputt macht, die Täter allerdings stört er nicht im Geringsten.
Wir wissen selbst nicht wie genau wir es so weit geschafft haben, aber in den letzten Monaten haben wir es geschafft unseren gesamten Hass loszulassen. Es ist ein schönes, leichtes Gefühl. Wir haben es geschafft unseren Hass abzulegen und akzeptieren was passiert ist. Ja, wir könnten uns darüber aufregen, wir könnten unsere Gedanken auf die Vergangenheit fixieren. Aber wir können nichts an dem ändern was war. Und es kostet unnötige Kraft sich mit dem aufzuhalten, was passiert ist.
Es ist nicht einfach so weit zu kommen und loslassen zu können. Wir wissen selber nicht, wie wir das geschafft haben! Aber es ist eine Erleichterung!
Wir haben dass Gefühl, endlich wieder atmen zu können und vor allem: wir haben endlich das Gefühl leben zu können und zu spüren, was leben überhaupt heißt! Und es ist wunderbar!
~mad psychologists
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